Von Leuten aus Mindelo haben wir schon nahegelegt bekommen die Nachbarinsel Santo Antao zu besuchen. Wenn die Einheimischen schon so davon überzeugt sind, dann sollte man, unserer Erfahrung nach, ihre Tipps und Ratschläge befolgen.
Vorgestern gings dann mit der Fähre nach Santo Antao, unsere Admetus lag im Hafen von Mindelo einfach sicherer. Gleich nach der Ankunft sieht man, dass Santo Antao anders ist. In dem kleinen Städtchen Porto Novo wurden wir händeringend von den Taxifahrern empfangen. Nach einiger Zeit herumfragen fanden wir auch ein Einheimischentransportmittel, das uns in die Berge zum Cova Krater mitnahm. Die Einheimischen fahren hier mit den “Alugers”, eine Art Sammeltaxi das ist entweder ein kleiner Bus oder Pick up wo auf der Ladefläche gesessen wird. Mann muss sich durchfragen welcher an sein gewünschtes Ziel fährt und dann ist man mit ein paar Einheimischen unterwegs, oder wer mehr zahlen will mietet sich das ganze Fahrzeug für sich.
Oben angekommen an der Kreuzung waren wir mal ein wenig ratlos, unsere Karte, ein Ausdruck aus dem Internet war leider nicht sehr detailiert. Ein alter Mann hat uns mit einem Strahlen im Gesicht den Weg gewiesen, was doch ein paar Brocken portugisisch ausmachen. Und dann lag der Kraterkessel bald vor uns. Umringt von Bäumen und einer Vegetation, die uns in Österreich nicht fremd ist liegt der Kraterboden tief am Abgrund.
Übersäht mit kleinen Feldern, Zuckerrohrstauden und kleinen Häusern macht alles einen richtig friedlichen Eindruck. Bauern waren zu sehen die per Hand ihre Felder bestellt haben. Wir wussten nur den Namen des Tals in das wir wollten und erkundigten uns bei einer alten Bäuerin, die am Wegrand auf ihrem Feld arbeitete nach dem Weg, denn die Wanderwege sind alles andere als ausgetretene, mit Schildern und Geländern versehene Wege. Die Bäuerin war offenbar neugierig, doch wir verstehen leider zu wenig portugisisch, lächelnd erklärte sie uns mit ein paar Handzeichen wo wir hinmüssen
um in unser gewünschtes Tal zu gelangen.
Der Abstieg ins Ribeira Grande, war schon flankiert von dichten Wolken.
An einer fast senkrechten Felswand führt der Weg über steile Serpentinen ins Tal. Leider versprerrten die Wolken den Ausblick. Doch das war auch nicht weiter tragisch, der Weg war trotz Serpentinen so steil, dass die nassen Steinwege all unsere Aufmerksamkeit forderten.
Mit müden Beinen erreichten wir die ersten Felder wo der Steilhang überging in abschüssiges Gelände.
Kartoffel werden dort zum Teil in 2er Reihe auf Terrassen angeplanzt. Was für ein Aufwand! In einer Kurve saßen zwei Frauen die lokale Produkte verkauften. Sozusagen “Ab-Hof Verkauf” auf Kap Verdisch.
Unsere Nasen erschnüffelten gleich unser Objekt der Begierde, sie hatten den, angeblich weltbesten, Kaffee von der Insel dabei. Weil wir ein wenig überlegt hatten wurde zur Untermauerung, dass der Kaffee gut ist, gleich mitten im Nebel im Nirgendwo eine Kaffeetasse und eine Thermoskanne ausgepackt und wir durften einen Kaffee von der Insel probieren. Wir hatten schon gelesen dass es hier ausgezeichneten Kaffee geben soll doch die Kostprobe überzeugte natürlich vollends.
Je tiefer wir in das Tal vordrangen desto mehr Vegetation und Felder waren zu sehen.
Überall Zuckerrohr aus dem der Grogue destilliert wird.
Die einzelnen Bauernhöfe gingen über in kleine Dörfer, unsere Füße waren froh dass die Straßen wieder “flacher” wurden.
Immer wieder sieht man am Wegesrand Bauern per Hand ihre Felder bestellen, Bananen ernten oder Frauen auf der Waschrumpel Wäsche waschen.
Die herzigen Kinder freuen sich riesig wenn sie ein Zuckerl bekommen. Zum Glück hatten wir ein paar dabei.
Süßigkeiten sind hier für viele was besonderes. Selbst in Mindelo was eigentlich schon eine Stadt darstellt verkaufen viele Straßenverkäufer
Zuckerl einzeln. Es ist für uns doch so einfach anderen eine Freude zu bereiten.
Im Tal gings entlang eines Flusslaufes Richtung Meer. Selbst das Flussbett wird genutzt um Pflanzen zu kultivieren.
Immer wieder entdeckten wir für uns neue Pflanzen, Bäume und Früchte. Ein Fest für die Augen.
Nach einem halben Tag hatten wir die 1000 Höhenmeter talwärts hinter uns gebracht und mit den vielen Früchten und grünen bewirtschafteten Flächen
stellte sich nach diesem wunderbaren Tag die Frage, war das der Paradisgarten?
Genauso stelle ich mir eine Traumreise vor! Unglaublich schön!!
Selber anschauen ist zu empfehlen. Die Bilder sind nur ein kleiner Ausschnitt.
Liebe Grüße
David
Eh klar, die Daheim-Gebliebenen ärgern und neidisch machen
Macht nur weiter so und mein Wunsch wird von Tag zu Tag größer, auch hier alles hinzuschmeissen und Eurer Fährte zu folgen. Einstweilen muß ich mich mit meiner neuen Sucht auf neue Flaschenpost zufrieden geben … bitte lasst keine Entzugserscheinungen aufkommen
lg
Erwin, OE1FEA
Wir werden uns bemühen die interessanten Dinge unseres Alltags zu veröffentlichen, keine Sorge!
Liebe Grüße
David
Hey voll cool,wie der Paradesgarten aussieht.Es ist genial wie dort alles wächst und gedeiht.
Eure Füsse werden malwieder Urlaub gebrauchen nach so einemFußmarsch.
Alles liebe Sturmis
Es ist jetzt drei Tage her und der Muskelkater hält sich noch beständig
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Liebe Grüße
David und Bella